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Kneipe
Die altstudentischen Feiern sind Kneipen und Kommerse. Bei ihnen pflegt man das unitarische Prinzip amicitia. Der Einfachheit halber wird speziell und in Kurzform auf die Kneipe eingegangen.
Die Teilnehmer, welche als Corona bezeichnet werden, sitzen an den Tischen, die regelmäßig in U-Form aufgestellt sind. Am Kopf, also den Quertischen, sitzt das Präsidium, das aus den Chargen besteht. Dies sind meist drei mit dem Vollwichs bekleidete Vertreter ihrer Korporation. Die Leitung übernimmt der Senior.
Die Kneipe selbst est divisa in partes tres. Das Hochofficium beinhaltet Einzug der Chargen, Begrüßung und Prinzipienrede. Danach werden Recipierungen und Burschungen vorgenommen. Das Hochoffiz endet mit der Nationalhymne und örtlichen Landeshymnen. Es folgt das Officium. Aus bestimmten Anlässen kann hier ein Salamander gerieben werden, der in der Lex Cerevisiae näher geregelt ist. Es können anstehende Philistrierungen vorgenommen werden. Gäste von fremden Korporationen und aus dem Verband sowie honorige Mitglieder des eigenen Vereins halten ihre Grußworte. Mit dem Auszug der Chargen endet das Offiz. Das Inofficium beginnt mit dem Einzug neuer Chargen. Sie teilen die Corona in Burschensalon (rechter Flügel) und Fuxenstall (linker Flügel). Am Ende des linken Flügels nimmt der Fuxmajor, am Ende des rechten der Consenior Platz. Der Präside und Leiter des Inof-fizes leitet nun einen Wettstreit der beiden Flügel, den diese durch witzige Biermi-miken in der Form frei gehaltener Spontanvorträge, von Witzen oder Liedern austragen. Am Ende entscheidet der Präside weise und gerecht, wer in dem Streit obsiegt hat.
An das Inoffiz schließt sich die Fidultas/Fidulität oder einfacher "Bieranarchie" an, also ein gemütliches Beisammensein ohne weitere Formalitäten.
Sonstiges
Zum Vereinsleben gehört auch die Teilnahme von Vereinsvertretern an den Gruppen, denen wir angehören: die Aktivitas der Franko-Palatia ist vertreten in BdKJ Nürnberg, in AGV und EKV. Mehr über die Mitgliedschaften findet sich im Kapitel "Unitas".
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