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Suspension
In den sechziger Jahren blühte das unitarische Leben in Erlangen weiter auf; man pflegte die alten studentischen Traditionen, aktuelle Diskussionen und die unitarischen Vereinsfeste. Doch die allgemeine Krise am Ende des Jahrzehnts ging auch an der Unitas Franko-Palatia nicht vorüber. Das protestantische Erlangen war schon immer ein steiniger Boden für die Unitas gewesen. Hinzu kam, daß dem Verein, der sich nie auf den Rückhalt eines eigenen Hauses stützen konnte, in dieser schwierigen Zeit durch den Abriß und folgenden Wiederaufbau des Pacellihauses der Versammlungsort verloren ging. Außerdem war Erlangen für die wenigsten seiner Studenten und Unitarier Heimat geworden. Die Altherrenschaft war daher aufgrund ihrer Größe nicht in der Lage, ein Aussterben der Franko-Palatia aus eigenen Kräften zu verhindern. Am 7. Februar 1971 veranstaltete die noch aus zehn Bundesbrüdern bestehende Aktivitas zwar noch ein Vereinsfest, löste aber damit den Unitas-Raum bei der KHG auf. Die hohe Zahl der Aktiven mag verwundern, doch handelte es sich dabei ausschließlich um Bundesbrüder, die sich am Ende ihres meist medizinischen Studiums befanden. Am 13. Februar 1970 schließlich suspendierte sich die Unitas Franko-Palatia mit der Semesterabschlußkneipe.
Während Bbr. AH Pawletta die Fahne und die alte Wichs sowie weitere wenige unitarische Utensilien an sich nahm, ruhte das aktive unitarische Leben in Mittelfranken. In dieser Phase wurde das Augenmerk wieder verstärkt auf den bereits vor 1930 aktiven Unitas-Altherrenzirkel Nürnberg gelenkt, in dem sich nun auch die AHAH Erlangens trafen. Unter den Vorsitzenden Bbr. AH Dr. Edgar Zahn, Anton Flieger, Hans Grössner und Peter Michalik pflegte der Zirkel das unitarische Gedankengut in der nordbayerischen Metropole. Auch während der siebziger Jahre blieben die monatlichen Stammtische im Hotel Reichshof in der Nürnberger Johannesgasse, die traditionellen Nikolausfeiern und Familienausflüge beständige Fixpunkte.
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ab 1953
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