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Nationalsozialismus
Bereits in der Weimarer Republik hatte sich der Unitas-Verband mit seiner klaren Haltung in Fragen der Weltanschauung und der staatspolitischen Bildung der Studenten den Unmut der völkischen Jugend zugezogen. In den Jahren von 1933 bis 1938 war die Unitas sodann verhaßte Zielscheibe der DSt und des NSDStB. Die in diesen Jahren unveränderte Verbandsführung sah sich immer neuen Schikanen durch NSDAP und Gestapo ausgesetzt. Diese reichten von der minutiösen Reglementierung des Schrifttums des Verbandes bis hin zur Inhaftierung und Verschlep-pung unserer Bundesbrüder. Das unerschrockene Eintreten für die alten unitarischen Ideale, das viel Leid in unsere Reihen trug, brachte uns aber auch den großen Re-spekt Außenstehender ein. Sogar aus anderen studentischen Verbänden traten in dieser Zeit Akademiker in die Unitas ein, um den unbeirrten Kampf zum Wohle der von der "Umwertung der Werte" bedrohten Jugend zu unterstützen.
Die Unitarier bezahlten diese Oppositionshaltung gegen die Nationalsozialisten. Die Maßnahmen begannen mit Entlassungen vor allem aus dem öffentlichen Dienst durch das berüchtigte "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums". 1934 kam es bereits zu den ersten Verhaftungen wie der des Bankdirektors Dr. Loskant durch die Gestapo, da er sich verächtlich über die NSDAP geäußert hatte. Der Kampf von Partei und Staat gegen die Kirche und damit auch gegen die Unitas ging seinem Höhepunkt entgegen. Als die päpstliche Enzyklika "Mit brennender Sorge" erschien, hieß das für viele unitarische Geistliche und Ordensleute die Wiederaufnahme von Devisen- und Sittlichkeitsprozessen. Entlassungen, Ausweisungen, Verhaftungen und Einweisungen in Gefängnisse und Konzentrationslager setzten die Nazis jetzt schonungslos durch. Die Zuspitzung der innenpolitischen Lage durch den Einmarsch in Österreich weitete diesen Kurs auch auf die Unitas in Österreich aus, die sich wegen der Gleichschaltung des deutschen UV von ihm getrennt hatte. Im Som-mer 1938 verboten die Nationalsozialisten die Unitas. Doch trotz des hohen Blutzolls, den der UV entrichtete, lebten unitarische Verein und Gebräuche im Untergrund weiter.
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Unterkapitel
Vorläufer
Ursprung
Gründung
Krisen
Weimar
Couleurkrise
1933-38
Gegenwart
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