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Mutterverbindung
Ein neuerlicher Anschluß an die "Bonner Union" wird strikt abgelehnt. Den Verein in die "früher gegangenen Wege zurückzulenken", soll nicht das Ziel sein. Man versteht sich vielmehr als Reformbewegung, deren Ziele aus den Aufzeichnungen Hermann Ludger Potthoffs, eines Bruders August Potthoffs, hervorgehen:
Die neue Ruhrania ist ein nichtfarbentragender Verein. "Ihre Mitglieder schlossen äußerliche Bezeichnung als Farben, Fahnen usw. aus."
Die neue Ruhrania nimmt für sich das Katholizitätsprinzip in Anspruch, wozu sich die "Bonner Union" nie hatte durchringen können. Ausnahmen werden nur hinsichtlich des Studienganges, nicht jedoch der Konfession gemacht.
Die neue Ruhrania legt großen Wert auf das Wissenschaftsprinzip. "Wöchentlich fanden sie sich zweimal zusammen. Der eine Abend war wissenschaftlichen Vorträ-gen, der andere geselliger Unterhaltung gewidmet."
Die W. K. St. V. Ruhrania hat von Beginn an die späteren Prinzipien der Unitas zu den ihren erhoben: VIRTUS - SCIENTIA - AMICITIA.
Das erste Stiftungsfest findet statt am 6. März 1850 im Siebengebirge. Die Ruhrania nimmt schon jetzt die Gestalt an, die heute den Unitas-Verband prägt. Untrennbar hiermit sind die Namen von Leo Brandt, Wilhelm Pingsmann, Franz Hülskamp, Ferdinand Rheinstädter und Hermann Ludger Potthoff, welcher auch als Gründer der Unitas bezeichnet wird, verbunden. Im WS 1851/52 und SS 1852 wird dem Verein sein - damals unter den Studentenvereinen einmaliger - religiöser Charakter gegeben. Man wählt sich zu Schutzpatronen: den Hl. Aloysius und den Hl. Thomas von Aquin sowie später Maria Immaculata (1854) und verpflichtet sich, an den Namenstagen der Patrone zur gemeinsamen Eucharistie.
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