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Vorläufer
In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts ist das Verhältnis zwischen Staat und katholischer Kirche vor allem in Preußen gespannt. In vielen gesellschaftlichen Bereichen, in Bildung, öffentlicher Verwaltung und Militär etwa, sind Katholiken deutlich unterrepräsentiert. Staatliche Maßnahmen gegen die Kirche rufen lauten Widerspruch hervor. Nicht ohne Folgen: 1837 setzen die Preußen den Kölner Erzbischof in Festungshaft.
Bonner Union
Mitte dieses Jahrhunderts finden sich im preußisch gewordenen, katholischen Rheinland Studenten zusammen. Sie schließen sich zusammen in Vereinen und Zirkeln. Ab 1844 sind solche Gruppen insbesondere katholischer Theologiestudenten bekannt. Das erste belegte Datum ist der 11. Juni 1847. Elf Theologiestudenten treffen im Bonner Gasthof Engel zusammen und schließen ihren Verein "Ruhrania Bonn", benannt nach dem Fluß ihrer Heimat, als Wissenschaftlichen Katholischen Studentenverein (W. K. St. V.) der "Gesamtverein Union" an. Zu dieser zählten fünf weitere katholische Studentenvereine (Bavaria, Burgundia, Romania, Salia und Thuringia), die sich später als "Bonner Union" bezeichnen. Die Ruhrania ist landsmannschaftlich konstituiert und anfangs auch farbentragend (orange-weiß-rot oder rot-weiß-rot).
Am 5. Juli 1847 feiert die "Bonner Union" in Heisterbach ihr erstes Stiftungsfest. Doch schon im Revolutionsjahr 1848 scheidet die Ruhrania aus der Union aus. Nach zwei nicht aktiven Jahren treffen sich katholische Theologiestudenten erneut "von dem Wunsch beseelt, den früheren Verein wieder ins Leben zu rufen". Von den neun Wiederbegründern ist nur August Potthoff bereits in der Ruhrania aktiv gewesen.
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Unterkapitel
Vorläufer
Ursprung
Gründung
Krisen
Weimar
Couleurkrise
1933-38
Gegenwart
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